Hampton Hawes (* 13. November 1928 in Los Angeles, Kalifornien; † 22. Mai 1977 ebenda) war ein US-amerikanischer Jazz-Pianist.
Hawes erlernt das Klavierspiel autodidaktisch und hatte schon als Jugendlicher Gelegenheit, mit Musikern wie
Dexter Gordon,
Sonny Criss,
Teddy Edwards und
Wardell Gray zu spielen. Während einer Zusammenarbeit mit der Band von Howard McGhee konnte er 1950-1951 mit
Charlie Parker auftreten. 1952 bis 1954 diente Hawes in der US Army. Unmittelbar danach unternahm er eine Japanreise, bei der er
Toshiko Akiyoshi kennenlernte, mit der ihn eine lebenslange Freundschaft verband.
Lester Koenig, der Hawes in einer Band unter
Shorty Rogers kennengelernt hatte, gewann ihn für das Label Contemporary Records, für das er 1955-1956 mit seine Trio mit
Red Mitchell und Chuck Thompson (teils erweitert durch den Gitarristen
Jim Hall) sechs Alben einspielte. Daneben arbeitete er mit
Lennie Niehaus,
Barney Kessel,
Art Pepper,
Bill Perkins,
Charles Mingus (
Mingus Three, 1957) und
Harold Land (
For Real!, 1958).
Im November 1958 wurde Hawes, der schon während seiner Army-Zeit wegen Drogenproblemen im Militärgefängnis gesessen hatte, wegen Besitzes von Heroin inhaftiert. 1963 wurde er vom Präsidenten John F. Kennedy begnadigt. Er konnte aber nie wieder an seine Erfolge in den 1950er Jahren anknüpfen. 1974 erschien seine Autobiographie
Raise Up Off Me (deutsch unter dem Titel
Ganz tief Luft holen. Autobiographie eines Jazzmusikers 1983).